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Lexikon · Ideen und Glauben

Seidenstraße

丝绸之路Sīchóu zhī Lùca. 2. Jh. v. Chr. – 15. Jh.

Das Netz von Handelswegen, das China über 1500 Jahre lang mit Zentralasien, Indien, Persien und dem Mittelmeer verband.

Die Seidenstraße war nie eine einzelne Straße, sondern ein Geflecht von Karawanenwegen, das sich öffnete, nachdem die Han-Dynastie im 2. Jahrhundert v. Chr. den Gesandten Zhang Qian nach Zentralasien geschickt hatte. Von der Hauptstadt Chang’an (dem heutigen Xi’an) zogen Händler durch den Hexi-Korridor in Gansu zur Oase Dunhuang, dann am Rand der Wüste Taklamakan entlang nach Kaschgar und weiter über die Gebirge. Seide und später Porzellan gingen nach Westen; Pferde, Glas, Silber, Gewürze und Trauben kamen nach Osten, und kaum ein Kaufmann legte die ganze Strecke zurück. Ebenso wichtig waren Ideen: Auf diesem Weg kam der Buddhismus nach China, dazu Musik, Kunst und später der Islam. Der Name selbst ist modern: Der deutsche Geograf Ferdinand von Richthofen prägte 1877 den Begriff „Seidenstraße“, und 2014 nahm die UNESCO den Korridor Chang’an–Tianshan in das Welterbe auf.

Auch bekannt als: Silk Routes

Entrance of the Tang West Market Museum with its Silk Road sculpture
Entrance of the Tang West Market Museum with its Silk Road sculptureFoto: 猫猫的日记本 · CC BY-SA 4.0

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Quellen

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