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Touristenfallen in China: Maschen erkennen und richtig reagieren

Teehaus- und Kunststudenten-Masche, Schwarztaxis, Ticket-Schlepper, Falschgeld, QR-Tricks: erkennen und wen man anruft (110, 12345).

Mit offiziellen Quellen abgeglichen: 2026-09-27 · 4 Min. Lesezeit

Menschenmengen und Leuchtreklamen in der East Nanjing Road, Shanghai
Foto: HeroicLife · CC BY 2.0

Die allermeisten China-Reisen verlaufen ohne jedes Problem. Gewalt gegen Touristen ist selten, und wer Sie auf der Straße anspricht, ist meist einfach neugierig. Einige Maschen zielen aber seit Jahren auf ausländische Besucher, vor allem rund um berühmte Sehenswürdigkeiten, Flughäfen und Einkaufsstraßen. Alle funktionieren nach demselben Muster: Jemand Freundliches oder Hilfsbereites lenkt Sie weg vom normalen, offiziellen Weg. Wer die Muster kennt, fällt nicht darauf herein.

Die Teehaus- und Bar-Masche

Die bekannteste Masche. Eine freundliche junge Person, oft angeblich Student, der Englisch üben möchte, plaudert mit Ihnen an einer großen Sehenswürdigkeit und schlägt Tee, einen Drink oder eine „Teezeremonie“ in der Nähe vor. Die Rechnung beträgt Hunderte oder Tausende Yuan, die neue Bekanntschaft verschwindet oder tut überrascht, und das Personal drängt Sie zu zahlen, bevor Sie gehen dürfen. Laut britischem Außenministerium läuft derselbe Trick auch mit Bars und Massagesalons und kann mit Drohungen oder Kartenbetrug enden.

  • Am häufigsten gemeldet rund um Wangfujing und den Tiananmen-Platz in Peking sowie die Nanjing Road und den Bund in Shanghai.
  • Lehnen Sie Einladungen von Fremden höflich ab oder schlagen Sie selbst ein Lokal vor.
  • Wo immer Sie sich hinsetzen: Lassen Sie sich vor der Bestellung eine Karte mit Preisen zeigen.

Die „Kunststudenten“-Galerie

Eine Variante, vor der die US-Botschaft warnt: Ein „Kunststudent“ fragt, ob Sie lokale Kunst mögen, und lädt Sie zu einer Studentenausstellung ein. Es gibt Tee und Snacks, dann massiven Druck, ein Bild zu einem sehr hohen Preis zu kaufen, und manchmal eine Forderung für die „Bewirtung“. Echte Galerien werben keine Kunden auf dem Gehweg an. Wenn Sie Kunst kaufen möchten, gehen Sie in einen Laden, den Sie selbst gefunden haben.

Taxis und Schlepper am Flughafen

Wer Sie in der Ankunftshalle oder vor dem Bahnhof mit „Taxi?“ anspricht, führt Sie meist zu einem Auto ohne Lizenz und Taxameter, zu einem Vielfachen des normalen Preises. Gehen Sie vorbei zum offiziellen Taxistand oder buchen Sie ein DiDi. Bestehen Sie im echten Taxi auf dem Taxameter und verlangen Sie eine Quittung (fāpiào, 发票) mit der Wagennummer. Mehr dazu in unserem Taxi-Ratgeber.

Rikschas und Touren am Eingang

Rikschafahrer in Altstadtgassen und Hutongs sowie Tourverkäufer vor Sehenswürdigkeiten nennen manchmal einen niedrigen Preis und behaupten hinterher, er gelte pro Person, pro Abschnitt oder pro zehn Minuten. Vereinbaren Sie vor dem Einsteigen den Gesamtpreis für alle, am besten schriftlich auf dem Handy.

Billige Tagestouren von der Straße enthalten oft lange Stopps in Jade-, Seiden-, Tee- oder Arzneiläden. Zwangseinkäufe und versteckte Gebühren sind in China verboten, und die Regierung ist ab Juli 2025 landesweit dagegen vorgegangen. Buchen Sie Touren über Ihr Hotel, eine bekannte Agentur oder eine etablierte Plattform und lesen Sie, was enthalten ist.

„Heute geschlossen“

Jemand am Eingang erzählt, die Sehenswürdigkeit sei geschlossen, ausverkauft oder der „richtige“ Eingang liege woanders, und bietet an, Sie hinzubringen, wo dann ein Laden oder eine Tour wartet. Gehen Sie selbst zur Ticketkontrolle und prüfen Sie es.

Falsche Tickets und Schwarzhändler

Große Sehenswürdigkeiten wie die Verbotene Stadt und die Terrakotta-Armee verkaufen personalisierte Tickets, die an Ihren Pass gebunden sind, und Zugtickets von 12306 funktionieren genauso. Ein Papierticket oder eine „Buchung“ von einem Fremden am Eingang ist bestenfalls wertlos. Buchen Sie nur auf der offiziellen Website oder App oder über eine bekannte Agentur, und seien Sie misstrauisch, wenn jemand Ihnen gegen Gebühr ein Ticket für eine ausverkaufte Sehenswürdigkeit oder einen vollen Zug „besorgen“ will. Siehe Tickets für die Verbotene Stadt und Zugtickets buchen.

Falschgeld und vertauschte Scheine

Gefälschte 100-Yuan-Scheine sind im Umlauf, laut britischem Außenministerium sogar aus Geldautomaten; Banken ersetzen sie nicht. Prüfen Sie Wechselgeld. Ein verwandter Trick: Ein Verkäufer nimmt Ihren 100er, tauscht ihn unbemerkt aus und gibt Ihnen einen falschen zurück mit der Behauptung, Ihrer sei unecht. Behalten Sie Ihren Schein im Blick und zahlen Sie, wo es geht, mit Alipay oder WeChat Pay. Siehe Bezahlen in China.

QR-Code-Tricks

In China wird fast alles per Code bezahlt, deshalb überkleben Betrüger manchmal den Code eines Geschäfts mit ihrem eigenen oder verteilen Codes mit versprochenen Geschenken oder Rabatten. Scannen Sie nur den Code an der Kasse oder auf der offiziellen Speisekarte, prüfen Sie, ob der in der Zahlungs-App angezeigte Name zum Geschäft passt, und scannen Sie nie Codes an Laternen oder Leihrädern.

Massagen und Straßenangebote

Massagesalons, die Sie von der Straße hereinwinken, und „Sonderpreise“ auf Märkten können mit einer Rechnung weit über dem Genannten enden. Lassen Sie sich zuerst die Preisliste zeigen, vereinbaren Sie den Gesamtpreis und handeln Sie vorher, nicht hinterher. Billige Uhren, Elektronik und „Antiquitäten“ auf Märkten sind meist Fälschungen.

Wenn es Sie trifft

  • Ruhig und höflich bleiben. Stimmen Sie keiner Rechnung zu, die Sie für unangemessen halten, und lassen Sie sich nicht zum Geldautomaten begleiten.
  • Rufen Sie die 110 (Polizei), wenn Sie bedrängt, bedroht oder am Gehen gehindert werden. Sagen Sie „English, please“ und warten Sie auf einen Dolmetscher. Unsere Sprachkarten enthalten Hilfesätze zum Zeigen im Vollbild.
  • Beweise sichern: Quittungen, Fotos von Karte und Rechnung, Zahlungsbelege und Chatnachrichten.
  • Beschwerde über 12345. Seit Ende 2021 laufen Tourismus- und Verbraucherbeschwerden über die städtische Regierungshotline 12345, die die alte Tourismusnummer 12301 ersetzt hat. In Peking antwortet sie auf Englisch, Deutsch und sechs weiteren Fremdsprachen; in Shanghai rund um die Uhr in 18 Fremdsprachen. Mit ausländischer SIM-Karte die Vorwahl davorsetzen, falls die Kurzwahl nicht klappt, etwa 010 12345 in Peking. In anderen Städten ist das Sprachangebot unterschiedlich.
  • Wurde Ihre Karte benutzt, lassen Sie sie sofort bei Ihrer Bank sperren.

Allgemeines zu Sicherheit, Notrufnummern und Gesundheit finden Sie unter Ist China sicher für Touristen?. Unsere Stadtseiten für Peking und Shanghai nennen typische Taxipreise und offizielle Ticketkanäle, damit Sie wissen, was normal ist.

Quellen

Am 2026-09-27 mit diesen Quellen abgeglichen. Regeln ändern sich oft, prüfen Sie daher vor dem Besuch die offizielle Website.

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